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Business-Case · Kalkulation
Zielgruppe
QM-Leiterin, Geschäftsführung
Betriebsgröße
20–100 Mitarbeiter, ISO 13485
Ausgangslage
Excel-basiertes Qualitätsmanagement

Die Einführungs­rechnung:
Was QIMS kostet
und was es
zurückbringt.

Wer intern einen Business-Case für QIMS aufbauen muss, braucht Zahlen. Keine Werbeversprechen — Zahlen, die man einer Geschäftsführung vorlegen und verteidigen kann. Grundlage: typische Muster aus Anfragen von Klasse-IIa- und IIb-Herstellern im deutschen Mittelstand, 20 bis 100 Mitarbeiter, ISO 13485 zertifiziert, QM auf Excel-Basis.

01

Einführungs­aufwand

QIMS ist keine Berater-Software. Die Einrichtung läuft intern, ohne externe Begleitung. Aber Aufwand entsteht — und er sollte in der Planung realistisch stehen.

Aufgabe Aufwand
Bestandsaufnahme bestehender Prüfpläne — welche Version gilt, für welches Produkt 8–16 Stunden
Migration Prüfpläne aus Excel: je 10 Produktvarianten (Stammdaten, Merkmale, Toleranzwerte) 3–4 Stunden
Prüfmittelbestand einpflegen (Geräte, Kalibrierstand, Fristen) 2–4 Stunden
Freigabe-Workflows konfigurieren (4-Augen-Prinzip, Merkmal-Kategorien) 2–3 Stunden
Prüfer einweisen: je Person im Betrieb 1–2 Stunden
Gesamt (2 Produktfamilien, 5 Prüfer) 3–5 Tage

Hinweis Die Bestandsaufnahme in Woche 1 ist Arbeit, die beim nächsten Audit ohnehin anfällt. In einem typischen Szenario kommen dabei zwei bis drei Versionskonflikte in Excel-Dateien ans Licht — bevor der Auditor danach fragt.

02 Was die Einführung pro Jahr zurückbringt

Die Vorher-Nachher-Rechnung

Die Einsparungen entstehen an drei konkreten Stellen: Audit-Vorbereitung, laufende Prüfdokumentation, Verwaltungsaufwand für Prüfmittel und Auswertungen.

Engpass 01 Audit-Vorbereitung
Merkmal Excel-System QIMS
Audit-Vorbereitung pro Überwachungsaudit 3 Wochen, davon 1–2 Wochen Vollzeit QM-Verantwortliche + Stunden aus der Fertigung 3 Arbeitstage
Woher kommen die Daten? Aus verschiedenen Excel-Dateien, manuell zusammengeführt; Lücken werden erst beim Konsolidieren sichtbar Aus dem System: Prüfplan, Messwerte, Freigaben, Audit-Trail in einem Export
Wenn der Auditor eine Freigabe-Historie anfragt 2 Stunden bis Tage, E-Mail-Recherche, Rückfragen an Fertigung Unter 1 Minute: Revisionsstand, Freigabe-Zeitstempel, Benutzer-ID, Begründung
Risiko nachgeforderter Nachweise Hoch — Dokumentation entsteht vor dem Audit, nicht im Prozess Gering — Freigabe-Ereignisse entstehen laufend im System

Rechnung: Bei einem Jahres-Überwachungsaudit entspricht die Einsparung von 3 Wochen auf 3 Tage rund 90–100 Stunden, die in der QM-Verantwortlichen nicht mehr gebunden sind.

Engpass 02 Laufende Prüfdokumentation
Merkmal Excel-System QIMS
Messwerterfassung pro Prüflos 30–45 Minuten: Papierzettel, Eingabe ins System, Korrekturschleifen bei Tippfehlern 10–15 Minuten: Direkteingabe, automatische Toleranzprüfung
Ausreißer-Erkennung Beim manuellen Auswertungslauf — Wochen nach der Erfassung, manchmal nie Bei Eingabe: Abweichung wird sofort markiert und protokolliert
Auskunft: „Ausreißer Merkmal X im letzten Quartal?" 1–2 Stunden Recherche in Excel-Dateien, keine Garantie auf vollständige Daten 5–10 Minuten: direkte Abfrage
Quartalsstatistik für Geschäftsführung / Audit 3–4 Arbeitstage, manuelles Zusammenführen aus verschiedenen Dateien Unter 1 Stunde: Export aus dem System

Rechnung: Bei 20 Prüflosen pro Monat entspricht die Reduktion des Erfassungsaufwands von 35 auf 12 Minuten rund 7–8 Stunden monatlich — über das Jahr 80–100 Stunden. Die Quartalsstatistik spart weitere 40–50 Stunden pro Jahr.

Engpass 03 Prüfmittel-Kalibrierung
Merkmal Excel-System QIMS
Wie werden ablaufende Fristen erkannt? Manuelle Kontrolle einer Kalibrierungs-Tabelle, Erinnerungs-E-Mails, Kalendereinträge System meldet automatisch: Frist läuft ab, bevor das Gerät im nächsten Los eingesetzt werden kann
Wer ist verantwortlich? Wer die E-Mail bekommen hat und reagiert hat Fest hinterlegt, nicht personenabhängig
Risiko: Gerät mit abgelaufener Kalibrierfrist eingesetzt Vorhanden — besonders bei Personalausfall oder Urlaubszeit System sperrt den Einsatz bis Kalibrierung erneuert wurde
Dokumentationsaufwand 20–30 Minuten pro Woche für Stichprobenkontrolle Entfällt — Protokoll automatisch im System

Rechnung: 30 Minuten pro Woche entsprechen über das Jahr rund 25 Stunden. Das eigentliche Risiko: ein Gerät mit abgelaufener Kalibrierfrist ist ein Major-Finding. Dessen Kosten stehen in keinem Verhältnis zu den 25 Stunden.

03 Gesamtrechnung auf einen Blick
Jährliche Einsparung
6–7 Wochen
235–275 Stunden / Jahr
Posten Aufwand / Einsparung
Einmalig: Einführung 3–5 Arbeitstage (intern, keine externen Kosten)
Jährlich: Audit-Vorbereitung − 90–100 Stunden / Jahr
Jährlich: Prüfwerterfassung (bei 20 Losen/Monat) − 80–100 Stunden / Jahr
Jährlich: Auswertungen und Statistiken − 40–50 Stunden / Jahr
Jährlich: Prüfmittel-Verwaltung − 25 Stunden / Jahr
Summe jährliche Einsparung 235–275 Stunden / Jahr — etwa 6–7 Arbeitswochen

Sechs bis sieben Wochen Arbeitszeit einer QM-Verantwortlichen. Kein theoretischer Potenzial-Wert — das sind Stunden, die aus konkreten, wiederkehrenden Tätigkeiten entstehen, die nach der Einführung entfallen oder sich um 70–80% reduzieren.

Break-Even: Einführungsaufwand vs. erster Jahresnutzen liegt bei weniger als zwei Wochen laufendem Betrieb.

04

Das Personen­risiko

Was passiert, wenn der Excel-Held kündigt?

In fast jedem mittelständischen Betrieb, der uns anfrägt, gibt es eine Person, die das Excel-System wirklich kennt: die Dateistruktur, die Namenskonvention, welche Version für welches Produkt gilt, wo die Ausnahmen sind.

Diese Person ist nicht böswillig — sie hat das System aufgebaut und am Laufen gehalten, weil es niemand sonst getan hätte. Aber: Das QM-System ist diese Person. Nicht die Dateien.

Kein strukturiertes Übergabedokument — die Ausnahmen und Konventionen sind nirgendwo aufgeschrieben.

4–8 Wochen, bis eine Nachfolgerin eigenständig Prüflose abschließen und Auswertungen liefern kann.

Wenn der nächste Audit in diesen Übergangs-Wochen liegt: kein vollständiger Audit-Trail.

Worst Case: Neues Team-Mitglied legt eigene Strukturen an — das Excel-System verdoppelt sich.

Mit QIMS liegt das Wissen im System, nicht in der Person. Prüfpläne sind versioniert und freigegeben hinterlegt. Eine neue QA-Mitarbeiterin kann am ersten Tag produktiv arbeiten — nicht weil das System einfach ist, sondern weil alle Informationen strukturiert vorliegen.

05 Was diese Rechnung nicht enthält
Qualitätsrisiko

Ausreißer, die beim Kunden ankommen

Ausreißer, die in der Excel-Routine beim Eingeben untergehen oder erst Wochen später beim manuellen Auswertungslauf auffallen, sind ein echtes Produktrisiko. Die automatische Toleranzprüfung bei Eingabe ist keine Komfort-Funktion — sie ist der Unterschied zwischen einem Finding, das beim Prüfen sichtbar wird, und einem Finding, das erst beim Kunden sichtbar wird.

Prüfplan-Konsistenz

Divergierende Toleranzwerte

In fast allen Einführungsprojekten kommen bei der Migration zwei bis drei Versionskonflikte ans Licht — Toleranzwerte, die in verschiedenen Excel-Varianten voneinander abweichen. Der Alternativfall: ein Auditor findet divergierende Toleranzwerte zwischen zwei Prüflosen desselben Produkts — das kostet mehr als die Bereinigung bei der Einführung.

Demo anfragen

Zahlen für Ihren
konkreten Betrieb.

In einer Demo konkretisieren wir diese Rechnung auf Ihren Betrieb: Prüflose pro Monat, Anzahl Prüfmittel, Audit-Frequenz, Größe des QM-Teams. Daraus entsteht keine Orientierungsgröße, sondern Ihre Zahl.

Kein Pitch. Kein Abschlussgespräch nach dem Termin. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.