Lenkungsdokumente: lückenlose Freigabe-Historie
Für jedes gelenkte Dokument — Prüfpläne, Verfahrensanweisungen, Arbeitsanweisungen — müssen Entstehung, Genehmigung und jede Revision nachvollziehbar dokumentiert sein. Veraltete Versionen müssen eindeutig als solche gekennzeichnet sein. Bei Klasse IIb wertet die Benannte Stelle das besonders streng: eine veraltete Version ohne erkennbare Sperrung ist ein potenzielles Major-Finding.
In Excel- und ordnerbasierten Systemen existieren häufig mehrere Versionen eines Prüfplans auf verschiedenen Netzlaufwerken — mit Dateinamen wie `Pruefplan_final_v2_NEU_korr.xlsx`. Wer welche Version freigegeben hat, wann und mit welcher Begründung, lässt sich im Nachhinein nicht zuverlässig belegen.
Prüfpläne werden in QIMS versioniert und freigegeben; jede Revision erzeugt automatisch einen Eintrag im Audit-Trail mit Benutzer-ID, Zeitstempel und Freigabe-Ereignis. Eine frühere Version kann nicht mehr aktiv genutzt werden, sobald eine neue freigegeben ist.