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Internes Audit · Auditprogramm
Zielgruppe
QM-Leiterin, Geschäftsführung kleiner Betriebe
Norm
ISO 13485 §8.2.4 · EU-MDR 2017/745
Lesezeit
ca. 8 Minuten

Internes Audit
nach §8.2.4:
pragmatisch
aufgesetzt.

ISO 13485 §8.2.4 ist kein Vorschlag. Internes Audit ist Pflicht — unabhängig davon, ob der Betrieb 8 oder 80 Mitarbeitende hat. Was Zertifizierer prüfen, wo kleine Hersteller typischerweise stolpern, und wie sich das mit realistischem Aufwand lösen lässt.

Was ISO 13485 §8.2.4 verlangt
Auditprogramm mit dokumentierter Jahresplanung

Welche Prozesse werden in welchem Zeitraum geprüft? Das Programm muss alle relevanten QM-Bereiche abdecken — nicht zwingend im gleichen Rhythmus, aber begründet priorisiert.

Unabhängigkeit des Auditors

Auditoren dürfen nicht ihren eigenen Tätigkeitsbereich prüfen. Das ist in einem 30-Personen-Betrieb handhabbar — in einem 8-Personen-Betrieb strukturell unangenehm. Sie verschwindet nicht, weil der Betrieb klein ist.

Auditberichte mit dokumentierten Findings

Mündlich abgeschlossene Audits ohne schriftlichen Bericht gelten regulatorisch als nicht durchgeführt. Der Bericht muss Scope, Ergebnisse, Abweichungen und vereinbarte Folgemaßnahmen enthalten.

Nachweis der Maßnahmenverfolgung

Findings müssen nicht nur dokumentiert, sondern abgearbeitet werden — und diese Abarbeitung nachweisbar sein. Der Zertifizierer vergleicht im Folgeaudit: Was stand im letzten Auditbericht? Was wurde daraus?

Drei Stolperfallen kleiner Hersteller
01
Das Team ist zu klein für echte Unabhängigkeit

In Betrieben mit fünf bis zehn Personen ist Unabhängigkeit eine Kreuzrechnungsaufgabe. Das häufigste Reaktionsmuster: man benennt intern jemanden aus der Fertigung als „internen Auditor" ohne weitere Befähigung. Ergebnis: der Zertifizierer findet entweder fehlende Qualifikationsnachweise oder eine so flache Dokumentation, dass die Unabhängigkeit nicht glaubwürdig wirkt.

02
Maßnahmenverfolgung bricht zwischen den Audits ab

Das interne Audit findet statt, ein Bericht wird geschrieben, drei Findings werden notiert. Dann bricht der Alltag herein. Wer in drei Monaten nachhaken soll, steht nicht im System — es steht im Bericht, den die QM-Verantwortliche irgendwo im Ordner hat.

03
Auditberichte nicht nachweisbar archiviert

Ein Auditbericht auf dem Desktop in einem Ordner „2024" ist kein nachweisbarer Audit-Trail. Bei einer personellen Veränderung fehlt der Kontext: Welcher Auditor war das? Welche Revision des Auditprogramms lag zugrunde? Was war der vereinbarte Abschluss-Termin der Maßnahmen?

Mini-Jahresprogramm 8-Personen-Betrieb · Klasse IIa

Gesamtaufwand: 2–3 Arbeitstage Audit-Durchführung im Jahr, verteilt auf vier Quartale. Kein Projekt, keine externe Dauerbegleitung, keine neue Stelle.

Q1
Januar–März Prüfmittel und Messprozesse
Auditor/in

Entwicklerin (nicht für Prüfmittel-Verwaltung zuständig)

Aufwand Halbtag Audit, 2 h Bericht
Q2
April–Juni Lenkung von Dokumenten und Aufzeichnungen
Auditor/in

Fertigungsmitarbeiter (Anwender, nicht Ersteller von Verfahrensanweisungen)

Aufwand Halbtag Audit
Q3
Juli–September Beschaffung und Lieferantenbewertung
Auditor/in

Extern — freiberuflicher Qualitätsmanager (löst Unabhängigkeitsproblem für internen Kernprozess)

Aufwand Halbtag extern
Q4
Oktober–Dezember CAPA und Nichtkonformitäten
Auditor/in

Logistik-Mitarbeitende (nicht direkt am CAPA-Prozess beteiligt)

Aufwand Halbtag Audit
Demo anfragen

Internes Audit
strukturiert
dokumentiert.

In einer Demo zeigen wir, wie QIMS Auditberichte, Maßnahmen-Verfolgung und Berichtsarchivierung strukturiert abbildet — damit beim nächsten Überwachungsaudit jedes Finding nachweisbar abgearbeitet ist.

Kein Pitch. Kein Abschlussgespräch nach dem Termin.