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Branchen-Lösung · Klasse III · Drug-Device

Zwei Regime.
Ein System.
Kein Dokument
verloren.

Hersteller von Klasse-III-Implantaten und Drug-Device-Kombinationsprodukten navigieren gleichzeitig durch EU-MDR und Arzneimittelrecht. QIMS soll die QM-Prozesse künftig so strukturieren, dass beide Audit-Pfade aus einem System heraus nachvollziehbar sind.

Medizintechnik · Klasse III · Drug-Device · MDR Anhang II/III · ISO 13485 §7.5.6

Wo es wehtut

Klasse-III-Implantate sind die anspruchsvollste Kategorie im Medizinprodukterecht — gleichzeitig die mit der dünsten QM-Software-Unterstützung. Die meisten Tools sind für Klasse IIa ausgelegt.

01

Parallele Regime — MDR und AMG/EMA gleichzeitig

Ein Drug-Device-Kombinationsprodukt unterliegt je nach Einstufung sowohl der EU-MDR als auch dem Arzneimittelrecht (AMG, EMA-Leitlinien). Zwei Regelwerke, zwei Audit-Stränge, zwei Dokumentationslogiken — oft mit überlappenden Anforderungen, die unterschiedlich nummeriert und benannt sind.

Im Audit: Änderungen an der Formulierung oder am Device-Anteil müssen in beiden Systemen nachvollziehbar dokumentiert sein. Wer das in zwei getrennten Tools verwaltet, verliert Querverweise und entdeckt Lücken erst im Audit.

02

Doppelte Dokumentation ohne klares Eigentümer-Modell

Klasse-III-Implantate erfordern technische Dokumentation nach MDR Anhang II und III, Implantat-Ausweise nach Art. 18 sowie UDI-Vergabe. Drug-Device-Kombinationen kommen zusätzlich mit pharmazeutischen Qualitätsmodulen (PQS) und ASMF-Dokumentation.

Im Audit: Wenn Regulatory Affairs, Produktentwicklung und QM-Abteilung jeweils eigene Versionsstände pflegen, entsteht schnell ein Dokumentenwirrwarr ohne klare freigegebene Fassung.

03

Klasse-III-Validierungsdruck bei jedem Materialwechsel

§7.5.6 gilt für alle Prozesse, deren Ergebnis nicht vollständig durch nachgelagerte Kontrolle verifizierbar ist — bei Klasse-III-Implantaten betrifft das fast jeden kritischen Fertigungsschritt: Beschichtungsprozesse, Sterilisation, Siegelung.

Im Audit: Jeder Lieferanten- oder Materialwechsel ist ein potenzieller Revalidierungsauslöser. Wer die Parametergrenzen nicht dokumentiert hat, kann nicht nachweisen, ob die alte Validierung noch gilt.

04

CAPA-Ketten über Produktgenerationen hinweg

Revisionsimplantate und Nachfolgedesigns sind häufig direkt mit Vorgänger-CAPAs verknüpft — ein Field Safety Corrective Action an Generation 1 zieht oft eine Designänderung an Generation 2 nach sich. Auditoren sehen diese Ketten nicht in getrennten Dokumenten.

Im Audit: Wirksamkeitsprüfungen bleiben offen, weil das Team nicht mehr nachvollziehen kann, welche CAPA zu welchem Produkt-Release gehört.

QIMS-Ansatz

QIMS ist kein generisches QM-Tool. Die geplanten Module werden auf die spezifischen Anforderungen von Herstellern mit hohem Regulierungsdruck ausgerichtet — technische Durchsetzungsmechanismen statt Formularvorlagen.

Prozessvalidierung
ISO 13485 §7.5.6 MDR Anhang II

Geplant: IQ/OQ/PQ-Phasenstruktur mit Vier-Augen-Freigabe je Phase. Parametergrenzen werden gespeichert und automatisch gegen Change-Records geprüft — bei Materialwechsel oder Equipment-Tausch erscheint der Revalidierungsauslöser als Pflichtfeld, bevor die Änderung freigegeben werden kann.

Änderungsmanagement
ISO 13485 §4.1.4 MDR Art. 120

Geplant: Change-Workflow mit Auswirkungsbewertung nach §4.1.4 und §7.3.7 als Pflichtschritt. Kritische Designänderungen an Klasse-III-Produkten können mit dem Validierungsvorhaben verknüpft werden — keine Freigabe ohne dokumentierte Bewertung beider Regime.

Lieferantenmanagement
ISO 13485 §7.4 MDR Anhang I §23.4

Geplant: Bewertungskriterienkataloge pro Lieferantenklasse — kritische Rohstofflieferanten für Implantate (UHMWPE-Hersteller, Knochenzement-Anbieter, Wirkstofflieferanten bei Drug-Device) erhalten eigene Bewertungsfrequenzen. Wechsel mit Revalidierungsauslöser sollen nachvollziehbar dokumentiert werden.

CAPA & interne Audits
ISO 13485 §8.5.2–8.5.3 MDR Art. 83

Geplant: CAPA-Fälle können mit Produktgenerationen und Validierungsvorhaben verknüpft werden. Wirksamkeitsprüfung soll technisch erzwungen werden — kein formales Schließen ohne dokumentierten Nachweis. Audit-Programme mit Befund-Erfassung und Maßnahmenverfolgung strukturiert im System.

Szenarien

Drei typische Situationen, die bei Klasse-III-Herstellern regelmäßig auftreten — und wie QIMS die Dokumentationskette künftig strukturell schließen soll. Alle Szenarien sind generisch, kein Bezug zu konkreten Unternehmen.

Beispiel A — Beschichteter Gelenkersatz, Klasse III
Ausgangssituation

Bei Wechsel des Beschichtungslieferanten wird eine Requalifizierung des Beschichtungsprozesses nach §7.5.6 ausgelöst. Die OQ muss neue Parametergrenzen liefern, bevor die erste Charge freigegeben werden darf.

QIMS-Ansatz

Geplant: Der Change-Record für den Lieferantenwechsel setzt im System einen Revalidierungsauslöser. Ein neues Validierungsvorhaben (IQ/OQ/PQ) wird angelegt und verknüpft. Die Freigabe des Lieferantenwechsels soll technisch gesperrt sein bis OQ-Freigabe vorliegt.

Beispiel B — Drug-Device-Kombination, Antiinfektiver Implantat-Spacer
Ausgangssituation

Die Änderung der Sterilisationsparameter berührt sowohl den Device-Anteil (MDR Anhang II) als auch den Pharma-Anteil (EMA-Leitlinien). Beide Audit-Pfade brauchen dokumentierte Auswirkungsbewertung.

QIMS-Ansatz

Geplant: Im Change-Record wird der Geltungsbereich beider Regelwerke als Pflichtfeld markiert. Zwei separate Freigebende — QM Device und RA Pharma — geben den Change je nach Zuständigkeit frei. Der Vier-Augen-Mechanismus gilt für beide Phasen unabhängig.

Beispiel C — Revisionsimplantat, Klasse III, Post-Market-CAPA
Ausgangssituation

Ein Field Safety Corrective Action am Vorgängerprodukt hat eine Designänderung am Nachfolger ausgelöst. Auditoren bei der MDR-Re-Zertifizierung sehen keine durchgehende CAPA-Kette.

QIMS-Ansatz

Geplant: CAPA-Fälle können produktgenerationsübergreifend verknüpft werden. Der Abschlussbericht der Vorgänger-CAPA enthält den Verweis auf den zugehörigen Change-Record des Nachfolgeprodukts. Die Kette soll in der Audit-Ansicht nachvollziehbar sein.

Regulatorischer Rahmen
EU-MDR 2017/745
  • ✓ Klasse III — höchste Risikoklasse
  • ✓ Benannte Stelle für Konformitätsbewertung
  • ✓ Klinische Bewertung nach Anhang XIV
  • ✓ Post-Market Surveillance (Anhang III)
  • ✓ UDI-Vergabe und EUDAMED-Meldung
ISO 13485 · Klasse-III-Schwerpunkte
  • ✓ §7.5.6 — Prozessvalidierung (kritische Prozesse)
  • ✓ §7.4 — Lieferantenqualifikation kritischer Inputs
  • ✓ §4.1.4 + §7.3.7 — Änderungsmanagement
  • ✓ §8.5.2–8.5.3 — CAPA mit Wirksamkeitsprüfung
  • ✓ §8.2.4 — Interne Audits mit Befund-Tracking
Drug-Device · Zusatzregime
  • → AMG §4 Abs. 3 — Einstufung als Kombinationsprodukt
  • → EMA-Guideline on quality of drug-device combinations
  • → Pharmaceutical Quality System (ICH Q10)
  • → ASMF — Active Substance Master File
  • → Doppelte Freigabe: QM Device + RA Pharma

Ausgerichtet auf die Anforderungen dieser Regelwerke — Module in Entwicklung; die Normerfüllung bleibt Aufgabe des Herstellers.

Demo anfragen

Klasse III.
Beide Regime.
Ein
Audit-Trail.

In einer Demo zeigen wir den aktuellen Stand (Prüfplanung, Messdaten, Auswertung, Workflows, Audit-Log) und skizzieren, wie QIMS den Änderungsmanagement-Workflow und die Prozessvalidierung konkret für Klasse-III-Hersteller künftig abbilden soll — geplant inklusive Vier-Augen-Freigabe und automatischer Revalidierungsmarkierung.

30 Minuten. Kein generischer Pitch — wir gehen auf euren Scope ein.