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PPAP Checkliste · 18 Elemente · OEM-Einreichung · Abnahmekriterien · Phasenmodell · AIAG PPAP 4th Edition
Zielgruppe
Qualitätsplaner, Anlaufmanager — Automotive Tier-1 und Tier-2 vor OEM-Einreichungen
Norm
AIAG PPAP 4th Edition · IATF 16949 §8.5.1.1 · OEM Customer Specific Requirements
Lesezeit
ca. 14 Minuten

Alle 18 PPAP-Elemente.
Einer fehlt.
OEM-Review: zurückgewiesen.

Die meisten PPAP-Zurückweisungen entstehen nicht durch fehlendes Wissen — sondern weil keine konsequente Vollständigkeitsprüfung vor der Einreichung stattgefunden hat. Diese Checkliste geht Element für Element durch: Was muss drin sein, was prüft der OEM-Reviewer konkret, und wann muss welches Element fertig sein.

Warum auch erfahrene Teams in Level-3-Zurückweisungen laufen

Level-3-Einreichungen scheitern nicht am fehlenden Wissen, was PPAP ist. Sie scheitern an einem Maßprotokoll auf Zeichnungsrevision R03, während der PSW bereits R05 trägt. An einer D-FMEA die nie nachgeführt wurde nachdem die Zeichnung im Engineering Review geändert wurde. An MSA-Studien die mit Prototypteilen entstanden sind, weil das Serienwerkzeug noch nicht bereit war.

Das sind keine Wissens-Lücken — das sind Prozess-Lücken. Teams, die PPAP seit Jahren machen, reichen Pakete ein, die zurückgewiesen werden, weil keine systematische Vollständigkeitsprüfung vor dem Einreichungstermin stattgefunden hat. Eine Checkliste ersetzt diese Prüfung nicht — aber sie macht die Lücken sichtbar, solange noch Zeit ist, sie zu schließen.

Der häufigste PPAP-Ablehnungsgrund ist keine fehlende Datei. Es ist eine Datei auf dem falschen Revisionsstand — MSA-Studie für das falsche Prüfmerkmal, FMEA auf Zeichnung R03 während das Paket R05 einreicht, Control Plan mit Merkmalen die in der P-FMEA nicht auftauchen. Diese Inkonsistenzen entstehen wenn mehrere Personen in verschiedenen Abteilungen an verschiedenen Elementen arbeiten — ohne gemeinsamen Revisionsstands-Abgleich.

Die 18 PPAP-Elemente — mit Abnahmekriterien und häufigsten Lücken Level 3

Bei Level 3 sind alle zutreffenden Elemente beim OEM einzureichen. Jedes Element braucht einen Revisionsstand und einen Status. Elemente die für dieses Teil nicht anwendbar sind, müssen explizit als "nicht anwendbar" mit OEM-Bestätigung gekennzeichnet sein — fehlende Elemente ohne Begründung gelten für OEM-Reviewer als ausstehend.

Design & Engineering
Nr.
Element
OEM-Reviewer prüft
Häufige Lücke
Erledigt wenn …
01
Design Records
Aktuelle Revisionsstufe, alle Toleranzfelder lesbar, jedes Maß mit Nominalwert belegt — Revision auf PSW und ISIR identisch
Zeichnung in alter Revision, D-FMEA und Control Plan bereits auf neuem Stand → Revisions-Inkonsistenz → Zurückweisung
Zeichnungsrevision auf PSW, ISIR/EMB und Control Plan identisch
02
Engineering Change Documents
Vollständigkeit: Jede Änderung, die zur aktuellen Zeichnung geführt hat, braucht eine OEM-Autorisierungsnummer
OEM-Change-Nummer fehlt — OEM erkennt die Änderung ohne seine eigene Nummer nicht als autorisiert an
Jede Änderung trägt OEM-Change-Nummer und eigene Unterschrift
03
Customer Engineering Approval
Liegt CEA vor dem PSW vor? Ohne CEA ist kein PSW möglich, wenn OEM sie gefordert hat
CEA mündlich erteilt, nicht schriftlich dokumentiert — oder im Statusboard nicht als "nicht erforderlich" bestätigt
Unterschriebene CEA mit Datum im Paket — oder schriftliche OEM-Bestätigung dass keine CEA gefordert wird
04
Design FMEA (D-FMEA)
Revisionsstand ≥ Zeichnungsrevision, alle kritischen Merkmale (SC/CC) als Risiko erfasst, offene AP-Punkte abgeschlossen
D-FMEA vor 2 Jahren erstellt, nie aktualisiert — neue Merkmale aus letzter Designänderung fehlen
D-FMEA-Revision ≥ Zeichnungsrevision, alle SC/CC markiert, AP-Status für alle offenen Punkte dokumentiert
Prozessdokumentation
Nr.
Element
OEM-Reviewer prüft
Häufige Lücke
Erledigt wenn …
05
Process Flow Diagram
Stimmt Prozessfluss mit P-FMEA überein? Sind alle Control-Plan-Prüfpositionen als Schritte enthalten?
Prozessfluss für ähnlichen Prozess kopiert — ein Schritt fehlt; oder Prüfschritte im Control Plan ohne Entsprechung im Prozessfluss
Jeder Schritt in Prozessfluss, P-FMEA und Control Plan auffindbar — alle drei Dokumente gleicher Revisionsstand
06
Process FMEA (P-FMEA)
Konsistenz mit Prozessfluss und Control Plan, aktuelle AP-Bewertungen, abgeschlossene Maßnahmen aus Vorzyklen
P-FMEA und Control Plan aus verschiedenen Projektphasen — Critical Characteristics stimmen nicht überein
P-FMEA, Prozessfluss und Control Plan auf gleichem Revisionsstand; jedes SC aus P-FMEA im Control Plan wieder auffindbar
07
Control Plan
Alle SC aus P-FMEA mit konkreter Messmethode (nicht "messen" — "Messuhr 0,001 mm"), Frequenz und Reaktionsplan belegt
Messmethode vage ("messen"); Merkmale im Control Plan ohne Rückverfolgung auf P-FMEA-Position
Jedes SC aus P-FMEA im Control Plan mit spezifischer Methode, Frequenz und Reaktionsplan belegt
Messung & Nachweis
Nr.
Element
OEM-Reviewer prüft
Häufige Lücke
Erledigt wenn …
08
MSA Studies
MSA-Studien für alle SC-Merkmale aus Control Plan vorhanden? %GRR dokumentiert und unter 30 %? Aus Serienmessmitteln?
MSA mit Prototypteilen durchgeführt (nicht Serienteile); oder %GRR über 30 % ohne Korrektivmaßnahme
MSA für alle SC-Merkmale aus Serienprozess, %GRR < 30 %, Messmittel-ID in Control Plan und MSA-Studie identisch
09
Dimensional Results (ISIR/EMB)
Alle Zeichnungsmaße gemessen, Ergebnis und Toleranz je Merkmal, Teile aus Serienwerkzeug, bei Mehrfachwerkzeug alle Kavitäten
Nicht alle Zeichnungsmaße gemessen ("nur die kritischen"); Maßprotokoll mit Soft-Tool-Teilen erstellt
Alle Zeichnungsmaße dokumentiert, Teile aus Serienwerkzeug mit Kavitäten-ID, Kalibriernachweis der Messmittel im Paket
10
Material- und Funktionstests
Akkreditierungsnachweis der Prüfstelle, Testberichte mit Datum und Unterschrift, Materialzertifikat für den Chargen-Lot
Materialzertifikate für Standard-Rohstoff, nicht für den spezifischen Chargen-Lot der PPAP-Teile
Alle Anforderungen mit Serienmaterial nachgewiesen, Prüfstellen mit aktuellem Akkreditierungszertifikat
11
Initial Process Capability (Cpk)
Cpk ≥ 1,67 für Special Characteristics (SC), Cpk ≥ 1,33 für sonstige CP-Merkmale; Messung unter Serienproduktionsbedingungen
Cpk-Studien aus Pilotfertigung mit idealen Bedingungen — in Serienfertigung sinkt Cpk; zu wenige Teile für statistische Belastbarkeit
100+ Teile aus Serienfertigung, Cpk für alle CP-Merkmale dokumentiert, Produktionsbedingungen im Protokoll belegt
12
Qualified Laboratory Documentation
Gültige Akkreditierungszertifikate der Prüfstellen — nicht abgelaufen, passend für die Art der durchgeführten Tests
Interne Prüfstelle ohne Akkreditierung hat Tests durchgeführt — OEM akzeptiert oft nur A2LA/DAkkS-zertifizierte Labors
Alle Prüfstellen mit aktuellem Akkreditierungsnachweis dokumentiert — interne Anerkennung vorab mit OEM geklärt
Physische Nachweise
Nr.
Element
OEM-Reviewer prüft
Häufige Lücke
Erledigt wenn …
13
Appearance Approval Report (AAR)
Liegt AAR vor dem PSW vor? AAR-Farbcodes identisch mit aktueller Zeichnung?
AAR für Vorgängermodell — für aktuelles Modell nie aktualisiert; oder nicht als "nicht anwendbar" mit OEM-Bestätigung gekennzeichnet
AAR mit gleichem Zeichnungsstand wie PSW — oder explizit "nicht anwendbar" mit OEM-Bestätigung im Paket
14
Sample Production Parts
Teile eindeutig als Serienteile identifizierbar (Seriennummer, Chargenbezeichnung), alle Maße innerhalb Toleranz
Musterteile aus Pilotlauf mit idealen Bedingungen — nicht aus normalem Schichtbetrieb ohne Sonderbegleitung
Teile aus normalem Schichtbetrieb mit Serienwerkzeug, mit Chargen-/Serienbezeichnung, alle Maße in Toleranz
15
Master Sample
Beim Lieferanten vorhanden, klar gekennzeichnet mit Revisionsdatum und OEM-Freigabe, Lagerort dokumentiert
Master Sample aus früherer Revision — nach Designänderung nicht aktualisiert; Lagerort undokumentiert und bei Audit nicht auffindbar
Master Sample mit aktuellem Zeichnungsstand eingelagert, Lagerort und Kennzeichnung im Statusboard dokumentiert
16
Checking Aids (Prüfmittel)
Prüfmittel kalibriert, Kalibrierhistorie verfügbar, Kalibriernachweis nicht abgelaufen
Kalibriernachweis abgelaufen; Lehre nach Modifikation ohne Neukalibrierung weiter genutzt
Alle Prüfmittel mit aktuellem Kalibrierzertifikat, Kalibrierplan im Paket, Prüfvorrichtungen funktionsfähig nachgewiesen
Anforderungen & Abschluss
Nr.
Element
OEM-Reviewer prüft
Häufige Lücke
Erledigt wenn …
17
Customer-Specific Requirements (CSR)
Wurden aktuelle CSRs des OEM eingehalten? Liegen OEM-spezifische Formblätter (Ford CSPC, GM-Ergänzungen, Stellantis SQM) im Paket vor?
PPAP nach AIAG-Standard erstellt, aber OEM-spezifische Formblätter fehlen; oder CSR-Version veraltet
Aktuelle CSR des einreichenden OEM gelesen, alle Anforderungen abgehakt, OEM-Formblätter ausgefüllt und im Paket
18
Part Submission Warrant (PSW)
Vollständigkeit aller Felder (Teilenummer, Revisionsstand, Submission Level, PPAP-Grund), Unterschrift der befugten Person
PSW vom Qualitätstechniker statt vom Authorized Quality Representative unterschrieben; Submission Level auf PSW stimmt nicht mit eingereichten Dokumenten überein
PSW zuletzt unterschrieben — nach vollständiger Freigabe aller 17 anderen Elemente; Revisionsstand identisch mit Zeichnung und ISIR

Element 18 (PSW) immer zuletzt — nicht als Startdokument. Die Unterschrift erklärt, dass alle 17 anderen Elemente vorliegen und den aktuellen Stand zeigen.

OEM-Vorgabe hat Vorrang vor AIAG-Standard. Die PPAP Level 3 Einreichungsanforderungen und die Customer Specific Requirements des einreichenden OEM definieren im Zweifelsfall, welche Elemente in welchem Format erwartet werden.

In welcher Phase welche Elemente erledigt sein müssen 4 Phasen

Nicht alle 18 Elemente können gleichzeitig erledigt werden — sie haben zeitliche Abhängigkeiten, die die Bearbeitungsreihenfolge bestimmen. Wer PPAP als letzten Sprint in der Woche vor dem Einreichungstermin behandelt, hat strukturell verloren: Elemente wie MSA-Studien und Cpk-Nachweise brauchen Vorlaufzeit, die sich nicht mit Mehrarbeit kompensieren lässt.

01
Design-Freeze — Vor APQP-Abschluss — Zeichnung muss eingefroren sein
01 Design Records02 Engineering Change Documents03 Customer Engineering Approval04 D-FMEA

Design Records und D-FMEA entstehen im Entwicklungsprozess — aber erst wenn die Zeichnung eingefroren ist, kann die FMEA gegen sie validiert werden. Jede Änderung nach diesem Stichtag triggert einen vollständigen Revisionszyklus: Element 2 (Engineering Change Documents) muss diese Änderung mit OEM-Nummer dokumentieren. Teams, die D-FMEA starten bevor die Zeichnung final ist, müssen oft komplett neu beginnen.

02
Prozessplanung — Werkzeug- und Prototypenphase
05 Process Flow Diagram06 P-FMEA07 Control Plan

Elemente 5, 6 und 7 müssen synchron entwickelt werden — sie sind drei Sichten auf denselben Prozess. Prozessfluss zeigt den Ablauf, P-FMEA bewertet die Risiken, Control Plan dokumentiert die Gegenmaßnahmen. Ein Prüfschritt ohne Entsprechung in allen drei Dokumenten ist für den OEM-Reviewer ein Konsistenzproblem. Gleiche Revisionsdaten auf allen drei Dokumenten am Einreichungstag.

03
Serienwerkzeug-Anlauf — Kritischste Phase — alle Nachweise aus Serienteilen
08 MSA Studies09 Dimensional Results / ISIR10 Material- und Funktionstests11 Cpk-Studien12 Labor-Akkreditierung13 AAR (wenn Sichtteil)14 Sample Production Parts15 Master Sample16 Checking Aids

Neun Elemente hängen am Serienwerkzeug. Das ist die häufigste Zeitfalle: Teams starten MSA und Maßprotokolle mit Prototypteilen und müssen alles wiederholen sobald das Serienwerkzeug vorliegt. Element 11 (Cpk) braucht 100+ Teile aus mindestens drei Produktionsläufen — bei Serienanlauf-Engpässen ist das oft der letzte Baustein, der fehlende Interim Approvals produziert. Rückwärtsterminierung vom OEM-Einreichungsdatum: Wann muss das Serienwerkzeug spätestens laufen?

04
Vor der Einreichung — Letzte Woche — Abschluss und CSR-Check
17 Customer-Specific Requirements18 Part Submission Warrant (PSW)

Element 17 ist kein nachträglicher Anhang — es ist der Abgleich, ob die aktuellen OEM-Kundensonderforderungen in allen anderen 17 Elementen berücksichtigt sind. OEMs aktualisieren ihre CSR; wer das letzte PPAP als Vorlage nutzt, arbeitet ggf. nach einem überholten Standard. Der PSW ist das letzte Dokument im Paket, nie das erste. Die Unterschrift erklärt, dass alle 17 anderen Elemente vollständig und auf aktuellem Stand sind.

Rückwärtsterminierung vom OEM-Einreichungsdatum: Wann muss das Serienwerkzeug spätestens laufen, damit Elemente 8–16 noch fertig werden? Das ist die kritische Frage — nicht "Wann fangen wir mit dem PPAP an?".

PPAP-Checkliste vs. Control Plan — Unterschied und Überschneidung

Qualitätsplaner verwechseln Control Plan und PPAP-Checkliste häufig — weil beide mit Merkmalen, Methoden und Prüfpositionen arbeiten. Der Unterschied ist grundlegend:

Control Plan (Element 7)

Lebendes Dokument das im Serienbetrieb aktiv genutzt wird. Dokumentiert wie in der Produktion jedes Merkmal gemessen und gelenkt wird — Prüfmethode, Frequenz, Reaktionsplan je Merkmal. Der Control Plan existiert unabhängig von PPAP; er ist der operative Kern der Serienfertigung.

PPAP-Checkliste

Einmalig-Werkzeug zur Vorbereitung der OEM-Einreichung — kein Normdokument. Stellt sicher, dass alle 18 Elemente vollständig und konsistent sind bevor das Paket den OEM erreicht. Der Control Plan ist selbst eines der 18 Elemente, die die Checkliste abprüft.

Die Checkliste prüft, ob der Control Plan vorliegt und mit P-FMEA nach AIAG-VDA konsistent ist. Was der Control Plan inhaltlich steuert, ist Serienaufgabe — die Checkliste sichert die Einreichungsqualität, nicht die Produktionsqualität.

Ein vollständiger Control Plan mit falscher Merkmalsreferenz aus der P-FMEA macht das gesamte PPAP-Paket angreifbar. Der OEM-Reviewer prüft: Gibt es für jedes SC aus der P-FMEA einen Control-Plan-Eintrag? Gibt es für jeden Control-Plan-Eintrag mit SC-Kennzeichnung eine MSA-Studie (Element 8)? Wenn nein — zurückgewiesen.

PPAP-Vollständigkeit mit QIMS — Statusboard, Revisionsstand, Konsistenzprüfung

Das größte strukturelle Problem bei Level-3-Einreichungen ist nicht das Fehlen eines Dokuments — es ist die fehlende Sichtbarkeit darüber, welche Elemente bereits auf dem richtigen Stand sind und welche Revisionskonflikte noch offen sind. Wer 18 Elemente in 18 Ordnern führt, hat keinen Überblick; wer sie in einem Statusboard führt, sieht Inkonsistenzen bevor der OEM sie sieht.

QIMS führt alle 18 PPAP-Elemente als verknüpftes Statusboard pro Einreichung. Revisionsstand der Zeichnung ist mit D-FMEA, P-FMEA und Control Plan verbunden — wenn die Zeichnung aktualisiert wird, zeigt das Board welche abhängigen Dokumente nachgezogen werden müssen. MSA-Studien sind direkt mit den Prüfmerkmalen im Control Plan verknüpft, nicht in einem separaten Ordner der beim Zusammenstellen vergessen wird.

Vollständigkeits-Dashboard

Ein Blick zeigt welche der 18 Elemente den Status "einreichungsbereit" haben — und welche noch offen, in Bearbeitung oder auf veraltetem Revisionsstand sind.

Revisionsstand-Abgleich

Zeichnung, D-FMEA, P-FMEA und Control Plan auf gemeinsamem Revisionsstand geprüft — Inkonsistenz sichtbar vor der Einreichung, nicht beim OEM-Review.

MSA-Integration

MSA-Studien direkt mit Prüfmerkmalen im Control Plan verknüpft — %GRR-Status je Merkmal als Element-8-Nachweis auditierbar dokumentiert.

In einer Demo zeigen wir den vollständigen PPAP-Workflow: von der Statusboard-Einrichtung über den Revisionsstand-Abgleich bis zur Einreichungsfreigabe — für eine Level-3-Einreichung an einem realen Produktionsbeispiel.

Häufige Fragen zur PPAP-Checkliste

5 Fragen

Was gehört alles zu einem vollständigen PPAP-Paket?

Ein vollständiges PPAP-Paket besteht aus 18 Elementen nach AIAG PPAP 4th Edition. Welche davon einzureichen — statt nur intern aufzubewahren — hängt vom Submission Level ab. Bei Level 3, dem Standard bei Erstfreigaben, reicht der Lieferant alle 18 Elemente beim OEM ein, sofern das jeweilige Element auf das Teil zutrifft. Elemente wie der Appearance Approval Report (Element 13) entfallen bei Nicht-Sichtteilen, müssen aber explizit als "nicht anwendbar" mit OEM-Bestätigung im Paket stehen — fehlt diese Kennzeichnung, behandelt der OEM-Reviewer das Element als ausstehend.

In welcher Reihenfolge sollte ich die 18 PPAP-Elemente bearbeiten?

Die Reihenfolge folgt Abhängigkeiten, nicht Nummern. Phase 1 nach Design-Freeze: Design Records, Engineering Change Documents, Customer Engineering Approval und D-FMEA (Elemente 1–4). Phase 2 in der Prozessplanung: Process Flow Diagram, P-FMEA und Control Plan synchron entwickeln (Elemente 5–7). Phase 3 sobald Serienwerkzeug-Teile vorliegen: MSA, Dimensional Results, Material- und Funktionstests, Cpk-Studien, Labor-Akkreditierung, AAR, Musterteile, Master Sample und Checking Aids (Elemente 8–16). Phase 4 kurz vor Einreichung: CSR-Prüfung und PSW-Unterzeichnung (Elemente 17–18). Die kritische Abhängigkeit: Elemente 8–16 brauchen Teile aus dem echten Serienwerkzeug — wer das mit Prototypen beginnt, muss alles wiederholen.

Welche PPAP-Elemente verursachen die meisten Zurückweisungen?

Aus der OEM-Einreichungspraxis sind vier Bereiche für den größten Teil der Zurückweisungen verantwortlich: Erstens Revisionsstands-Inkonsistenz — Zeichnung, D-FMEA, P-FMEA und Control Plan auf unterschiedlichen Revisionsständen. Zweitens MSA (Element 8) — Studie fehlt für kritische Merkmale oder %GRR liegt über 30 %. Drittens Dimensional Results (Element 9) — Maßprotokoll mit Prototypteilen erstellt oder nicht alle Zeichnungsmaße gemessen. Viertens Control-Plan-zu-PFMEA-Inkonsistenz (Elemente 6 und 7) — Special Characteristics ohne gegenseitige Rückverfolgbarkeit. Diese vier Bereiche erklären strukturell, warum auch erfahrene Teams in Level-3-Zurückweisungen laufen.

Was ist der Unterschied zwischen PPAP-Checkliste und Control Plan?

Der Control Plan (Element 7) ist ein lebendes Dokument, das im Serienbetrieb aktiv genutzt wird: Er dokumentiert, wie in der Produktion jedes Merkmal gemessen und gelenkt wird — Prüfmethode, Frequenz, Reaktionsplan je Merkmal. Die PPAP-Checkliste ist das Vorbereitungs-Werkzeug für die Einreichung: Sie stellt sicher, dass alle 18 Elemente vollständig und konsistent sind, bevor das Paket den OEM erreicht. Der Control Plan ist selbst eines der 18 Elemente, die die PPAP-Checkliste abprüft. Ein fehlerhafter Control Plan kann über die Checkliste identifiziert werden — die Checkliste prüft, ob der Control Plan vorliegt und mit P-FMEA konsistent ist; was der Control Plan inhaltlich steuert, ist Serienaufgabe.

Kann ich eine PPAP-Checkliste als Excel-Vorlage verwenden?

Excel-Vorlagen sind zulässig — IATF 16949 schreibt kein Format vor, sondern das Ergebnis: vollständige, rückverfolgbare Dokumentation. Das strukturelle Problem bei Excel: Verbindungen zwischen den 18 Elementen können nicht erzwungen werden. Wenn die Zeichnung auf Revision R05 aktualisiert wird, triggert Excel nicht automatisch die Prüfung, ob D-FMEA, P-FMEA und Control Plan nachgezogen wurden. Diese Verbindung lebt im Wissen der Bearbeiter — und genau dort entstehen die Revisionslücken, die OEM-Reviewer finden. Excel funktioniert, solange eine Person alle 18 Elemente im Blick hat. Es skaliert schlecht, wenn mehrere Abteilungen an verschiedenen Elementen parallel arbeiten.

Demo anfragen

18 Elemente.
Ein Revisionsstand.
Vollständigkeit
vor der Einreichung.

In einer Demo zeigen wir, wie QIMS alle 18 PPAP-Elemente als konsistentes Statusboard führt — mit Revisionsstand-Abgleich, Vorlaufzeit-Tracking und MSA-Integration, sodass Vollständigkeitslücken sichtbar werden, bevor das Paket beim OEM ankommt.

Kein Pitch. Kein Abschlussgespräch nach dem Termin.